e.on, Auschwitz und die Gefahr der Relevance Ads

Kürzlich erschien in der Landeszeitung Lüneburg folgende Anzeige, des Energiekonzerns e.on:


Vergleicht man nun die Schlagzeile der Anzeige mit der des Artikels, wird einem kurz übel ob der makaberen Verfehlung und man fragt sich, wie so etwas passieren kann. Ob man darüber lachen kann oder nicht ist vermutlich eine Frage der Pietät und vor allem der persönlichen Betroffenheit.

Menschen machen Fehler. SOLCHE Fehler sollten besser nicht passieren.

Was ich an dem Thema aber viel interessanter finde: Wer sorgt dafür, dass so etwas nicht sogar ganz automatisch bei der Verwendung von content-sensitven Werbeinblendungen, wie Google AdSense oder ebay Relevance Ads passiert? Kann es passieren, dass ich auf einer Seite über KZ-Mahnmäler (nur scheinbar) passende Nazi-Reliquien aus dem eBay-Angebot sehe? Werden auf einer Nachrichtenseite über Razzien bei Menschenhändler- oder Kinderporno-Ringen Anzeigen von Partnerbörsen und Videokameras bei eBay eingeblendet? Wird mir auf einer Seite, die über einen Selbstmord mittels Medikamenten berichtet das passende Präparat von einer Online-Apotheke angeboten? Ich wage es nicht zu testen.

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7 Kommentare zu „e.on, Auschwitz und die Gefahr der Relevance Ads“

  1. Gerrit sagt:

    Autsch.

    Und die Frage ist wirklich gut, denn hier erscheinen gerade “Bestattungen ab 569 Euro” und “Seebastattung Nordsee”. Welche Relevanz diese beiden Anzeigen zum Posting haben, erschließt sich mir zumindest nicht.

  2. Markus sagt:

    Das kommt halt bei raus wenn stumpf Anzeigen nach vorgegebenen Keywords angezeigt werden…
    Ich denke da sollte vorallem Google mal gehörig nachbessern und ihr System etwas inteligenter gestalten, bzw. über ausschluss Keywords oder ähnliches…
    Eine reine prüfung von Keyword dichte und Position reicht eben nicht aus um den Inhalt eines Textes passend einzuordnen…

  3. JaBBa sagt:

    Sowas lässt sich mit der momentanen Implementierung von Google AdSense wohl kaum verhindern. Wenn man wirklich sicher arbeiten wollte, müsste wohl der Faktor Mensch wieder eingebaut werden, da der den Text nicht nur nach Keywörtern durchsucht, sondern ihn auch sinngemäß erfasst. Und das würde dann unrentabel für Google & Co.
    Da wird Google wohl eher mit einer hier und dort missplatzierten Anzeige leben.

  4. marcc sagt:

    Ich vermute, solche Pannen mit GoogleAds passieren immer mal wieder, nur schauen die wenigsten der wachen und kritischen Geister da überhaupt hin. Bzw. ignorieren – wie ich ;-) – prinzipiell solche Anzeigen.

    Ich nutze deswegen lieber das Amazon-Partnerprogramm. Das mache ich von Hand und zudem bekomme ich noch die ein oder andere Illustration. :-)

  5. bm sagt:

    find ich scheisse. sowas darf nicht passieren. Das Thema ist für mich als Deutsche immer noch beschämend, schockend und vorallem unverständlich. Ich mach auch Fehler, aber immerhin müssen die sich nicht hunderte von Menschen ansehen. Es gibt andere Meinungen – ich weiss. aber das thema ist für mich immer noch sehr heiss und kritisch.

  6. Lustig sagt:

    hallo, du solltest mal dringend den artikel bzw. das foto überarbeiten. das macht einen schlechten eindruck..:-)

  7. pip sagt:

    jop, danke.

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