UPDATE 24.03.2009: Um den andauernden strafbewehrten Unterlassungserklärungen Herr zu werden fordert DSDS-news.de über der Medienanwälte Kalckreuth die Einstellung der Verfolgung (PDF) von Ansprüchen wie Verzicht auf Verwendung der Domain, Verzicht auf die Domain oder Übergabe der Domain.
Nachdem der Fall RTL vs. DSDS-News nach mehreren hundert Blog-Artikeln und Twittermeldungen zu Recht große Wellen schlägt, und ich mich als Seitenbetreiber den Anfeindungen durch RTL nicht ausreichend widmen kann, habe ich beschlossen im Sinne des Fortbestands von DSDS-News.de, der DSDS-Fans und der anderen potentiell bedrohten Seitenbetreiber den Fall den Medienrechts-Experten von Kalckreuth Rechtsanwälte zu übertragen. Gern übernahm Alexander Graf von Kalckreuth das Mandat und vertritt mich als Betreiber von DSDS-News.de von nun an gegen die überzogenen Forderungen des TV-Senders.
Zuvor verteidigte die Kanzlei Kalckreuth Rechtsanwälte unter anderem Auto-Blogger Ron Hillmann gegen Klagen aus China, Topnews gegen C&A und weitere hochkarätige Medienverfahren.
Der Verdacht liegt nahe, dass RTL durch die Schließung von DSDS-News.de dem RTL-eigenen Video-Portal clipfish.de zu mehr Sichtbarkeit in den Google-Suchergebnissen verhelfen will. (Sollte DSDS-News.de verschwinden, stände der Weg an die Spitze für das RTL-Portal frei.) Wie sonst lässt sich das zielgerichtete Vorgehen gegen EINE von hundert DSDS-Fanseiten vorgehen. Der Vorwurf, ich betreibe die Seite aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit als Produkt- und SEO-Manager bei flug.idealo.de mit überwiegend kommerziellen Interessen erscheint auch eher als gefundenes Fressen. Tatsächlich gestalten die meisten Fanseiten, sowie DSDS-News.de, ihr Seiten nach den Google-Richtlinien um für Suchmaschinen und Besucher eine verbesserte Zugänglichkeit und Lesbarkeit der Inhalte zu gewährleisten. Weiterhin zeichnet sich DSDS-News insbesondere dadurch aus, dass auf aggressive Vermarktungsformen wie Layer, Popups oder InText-Werbung zu Gunsten der Nutzerzufriedenheit verzichtet wird. Die von RTL als “echte Fanseiten” befundenen verschonten Formate greifen regelmäßig auf derartige Werbung zurück um ihre Kosten zu decken.
Umso mehr muss der Eindruck entstehen RTL geht in diesem speziellen Fall nicht gegen den fast 3 Jahre geduldeten vermeintlichen Markenmissbrauch oder die kommerzielle Nutzung eigener Inhlate vor, sondern versucht einen unliebsamen Web-Zwerg einzuschüchtern um der eigenen Sparte RTL interactive und der Vermarktung von IP Deutschland zusätzlichen Traffic zukommen zu lassen.
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