Yoga liegt heute voll im Trend. Menschen auf der ganzen Welt und jeden Alters praktizieren verschiedene Yoga-Stile und Übungen, um den eigenen Körper fitzuhalten und aktiv zu entspannen.
Besonders verbreitet ist das so genannte Hatha-Yoga. „Hatha“ bedeutet so viel wie Kraft, Ausdauer oder Energie. Dementsprechend steht Hatha-Yoga für ein besonders körperbezogenes Yoga, bei dem durch entsprechende Körperübungen eine Balance zwischen Körper und Geist geschaffen werden soll. Auch Atemübungen sind im Hatha-Yoga mit eingeschlossen.
Bereits einmal wöchentliches Training erzielt eine spürbare Wirkung. Die Übungen sind so konzipiert, dass sie nach einer professionellen Anleitung auch problemlos zu Hause durchgeführt werden können. Die einzelnen Yoga-Übungen können dabei jeweils an die individuellen Voraussetzungen angepasst werden – wie etwa das Alter, den Gesundheitszustand oder auch die Zeit, die man dafür aufzubringen bereit ist.
Ebenfalls sehr bekannt ist das Kundalini-Yoga. Hier stehen Atemübungen und Meditation im Vordergrund – sie sollen bewirken, dass die eigene Energie gestärkt und angeregt wird, die am unteren Ende der Wirbelsäule („Kundalini“) ruht.
Ein weiterer Yoga-Stil wird als Bikram-Yoga bezeichnet. Diese Form des Yogas ist eine der anstrengendsten: Die Übungen werden bei 38 Grad und bis zu 40 Prozent Luftfeuchtigkeit durchgeführt. Insgesamt werden 26 Übungen praktiziert, von denen nur zwei Atemübungen sind, die restlichen Körperübungen. Das Bikram-Yoga ist eine besonder sportliche Form des Yogas, das nicht nur die Muskelkraft trainiert, sondern auch die Beweglichkeit fördert und die Balance verbessert. Zudem soll das Schwitzen Giftstoffe aus dem Körper schwemmen.
Eine ganz besondere Form des Yogas ist das so genannte Hormon-Yoga. Dieser Yoga-Stil wurde von der brasilianischen Psychologin Dinah Rodrigues konzipiert. Dabei werden Übungen aus dem Hatha-Yoga mit Teilen des Kundalini-Yoga sowie tibetischen Energieübungen kombiniert. Mit den Übungen werden insbesondere die Eierstöcke, sowie die Schilddrüse und die Nebennieren stimuliert – dies soll eine vermehrte Östrogen-Produktion bei Frauen hervorrufen.
Forschungen zufolge soll das Hormon-Yoga tatsächlich einen Anstieg des Östrogenspiegels zur Folge haben – womit sich das Yoga erfolgreich bei unerfülltem Kinderwunsch oder auch Wechseljahresbeschwerden einsetzen lässt. Das Hormon-Yoga ist vor allem für Frauen ab etwa Mitte 30 gedacht – bereits als Vorsorgemaßnahme. Die Übungen des Hormon-Yoga sind leicht umzusetzen und stellen damit auch für Anfängerinnen kein Hindernis dar.