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Mein Senf zur Verwendung von HTML-Überschriften H1-H6

Mittwoch, 13. Juni 2007

Sistrix hat kürzlich sein wirklich gutes Kompendium an SEO-Artikeln um einen Artikel um die H-Tags ergänzt. Auf jeden Fall spannende empirische Daten. Nun kommen aber auf einmal Leute und fragen, ob sie ihre H1-Überschrift gegen H2 oder H3 austauschen sollen, ob man H1 weglassen sollte, oder ob eine zusätzlich H2 hier und da noch die großen Erfolge bringt.

Sorry, aber ich denke der Post wird im Moment komplett falsch interpretiert. No Offence: Sistrix ist mit ganz großer Sicherheit einer der besten SEOs Deutschland und ich finde seine Artikel sind Top-Content. Aber der Umgang mit empirischen Daten in dem oben genannten Artikel ist meiner Meinung nach nicht frei von Verzerrungen.

Kurz zur Grundaussage (soweit verstanden): Die vorderen Seiten bei 10.000 Keywords in Google tragen genauso oft das Keyword in H1 wie schlecht rankende Seiten, aber wesentlich öfter das Keyword in H2 bis H6. So weit so gut. Klingt absolut logisch.

Jetzt aber der Haken: Kann man daraus schließen, dass die Verwendung des Keywords in den H2-H6 für bessere Rankings sorgt? Oder ist der Umkehrschluss der Fall:

Seiten, die gut ranken sind in der regel gut betreut und verwenden mehr des HTML-Instrumentariums. Ich tendiere deutlich zum Zweiten: Vor allem Mega-Sites wie Wikipedia, Amazon oder ebay verwenden viel mehr H-Tags mit Keywords als ein 0815-Blog oder Shopsystem. Diese Wiki, Amazon und ebay-Seiten stehen durch Alter, Trust und massive Backlinks natürlich NATURGEMÄß viel höher als unoptimierte Seiten.

Der Umgang mit empirischen Daten ist extrem schwierig. In der Regel gibt es keine monokausalen Zusammenhänge, wie sie hier und da konstruiert werden. Dementsprechend sinnlos sind Handlungsanweisungen wie “H1 gegen H2″ tauschen.

Natürlich kann auch ich mich irren und in 3 Monaten lachen mich alle aus und es gibt keine H1 mehr im WWW. Ich möchte trotzdem gern mal davor warnen das gesamte OnPage-SEO umzuwerfen. Es ist doch ganz klar dass optimierte Seiten weiter oben stehen und dass optimierte Seiten mehr verschiedene H’s mit Keywords nutzen. Auch dass “fast” jede Seite das Key im H1 nutzt ist doch klar. (Gerade vor dem WordPress-Hintergrund)

Sollte jemand doch noch die Wahrheit herausfinden wollen, würde ich ein Experiment ansetzen, welches prüft ob die Verwendung der Buchstabens E, A und W als erste Buchstaben des Domain-Namens (bei E ohne Subdomains ;) ) einen positiven Impact aufs Ranking haben. Ich wette ne Kiste Tegernseer Spezial, dass eine empirische Analyse beweist, dass 1.) E,A,W positive Auswirkungen haben. Und 2.) es weiter einen klaren Peak am Anfang des Alphabet gibt. Ich sehe da hohe Spitzen bei A, C, D, E, G, I. Das überprüfen kann am effizientesten sicher der fleissige Sitrix.

Wie gesagt: Es gibt hier nicht Wahrheit und Unsinn. Aber ICH PERSÖNLICH würde die Daten kritischer interpretieren und nicht nur das Offensichtliche sehen (wollen). Trotzdem: GEILE ARBEIT. Schön, dass jemand solche Daten erhebt, damit man sich überhaupt Gedanken machen kann, wie man es interpretiert.

Mein Weihnachten aus Affiliate-Sicht

Freitag, 22. Dezember 2006

Nun ist 90% des Weihnachtsgeschäfts schon vorbei und Zeit für einen kurzen Rückblick auf das diesjährige Weihnachten.

TOP: Mein Favorite war mal wieder das Amazon-Partnerprogramm. Conversion und Stornorate (<1%) sind einfach unschlagbar. 7,5-10% Provision sind natürlich auch mehr als Standard. Zwar werden einzelne Segmente bei manchen Partnerprogrammen besser vergütet, aber bis zu 10% über die (fast) ganze Palette, egal ob Buch, CD oder 2.000€-Espressomaschine, sind einfach fair. Die Januar-Überweisung wird denke ich richtig Spaß machen. Unglaublich gut konnte auch wieder die Systemselling-/Crossselling-Funktion von Amazon ihre Performance beweisen. Ich bewerbe mit Absicht keine Produkte aus den Bereichen “Elektronik & Foto” hab aber wieder diverse Camcorder, Digitalkameras, LCD-Fernseher und MP3-Player in den Erstattungen gefunden.

FLOP: Größte Enttäuschung war, wie schon im letzten Jahr ein großer Versandhändler. Die Meckermänner haben es auch dieses Jahr geschafft, die Conversion nachträglich auf unter 1% zu drücken. Der Klickpreis sollte im einstelligen Eurocent-Bereich liegen. Relativ unspannend. Positiv muss man anmerken, dass ich auf Anfrage relativ unkompliziert Premiumkonditionen hätte bekommen können und dass man in der Regel auf Nachfrage eine Tabelle mit den “Begründungen” für die einzelnen Stornierungen bekommt. Bei denen liegt nämlich das Hauptproblem: Ziemlich genau die Hälfte (!) aller Bestellungen wurde im Nachhinein storniert. Unglaublich, wenn man das mal mit Amazon vergleicht. Selbst andere Versandhändler konvertieren deutlich besser und stornieren weniger. Wenn ich mich recht erinnere waren letztes Jahr negative Bonitätsauskünfte, Sammelbestellungen und Bestandskunden häufige Stornogründe. Dieses Jahr habe ich mir die Erklärung der Stornierungen gleich gespart um mich nicht weiter zu ärgern.

FAZIT: Nächstes Jahr werde ich das Flop-Partnerprogramm gleich gar nicht bewerben. Insbesondere die Stornorate macht jegliche Kalkulation unmöglich. Amazon ist und bleibt für mich erste Wahl. User, die nicht auf Amazon stehen dürfen sich bei mir gern ein OTTO- oder Quelle-Cookie abholen. Ich selbst bestell aus Bequemheit übrigens auch fast nur noch bei Amazon. Bonus-Tip: Auch an den ersten Tagen NACH Weihnachten lohnt es sich die Adwords-Budgets saftig zu halten. Viele Gutscheine und Geldgeschenke suchen dann Entwertungs-Kanäle, Computer brauchen auch Spiele und MP3-Player müssen mit Musik befüllt werden, damit sie Spaß machen.

Amazon speckt A9.com ab – Rückzug?

Donnerstag, 5. Oktober 2006

Der größte Vesandhändler der Welt hatte bisher einiges an Energie in seine eigene Meta-Suchmaschine A9.com verschwendet gesteckt. Der Dienst, der inzwischen die Suchergebnisse von MSN/Live statt von Google bezieht wird nun weiter verschlankert. Die Features Karten-Suche und Suchverlauf wird es zukünftig nicht mehr geben. Golem deutet darin den schleichenden oder besser galoppierenden Rückzug aus dem SuMa-Geschäft.

Natürlich könnte es auch sein, dass Amazon die Suchmaschine verschlanken will, weil man darin die Vorteile der Konkurrenz sieht. Insgesamt scheint die erste Variante aber wahrscheinlicher.