Artikel-Schlagworte: „Cloaking“

Amazon Deutschlands größter Linkkäufer

Donnerstag, 1. März 2007

alternative Post-Titles:

1. Warum Amazon-Affiliate-Links bei mir immer nofollow bekommen…

2. Warum es cooler ist sein eigenes Affiliate-Netzwerk zu betreiben…

3. Wie lass ich die Crowd mein Linkbuilding machen …

Eigentlich ist es ja ne alte Geschichte, aber Stephan Spencer bei SEL hat gerade einen lustigen Artikel über Good Cloaking und Evil Cloaking geschrieben und dabei ist mir das Ganze mal wieder aufgestoßen. Das Resumee ist, dass es laut Google z.B. durchaus ok ist, Suchmaschinen hübschere URLs ohne nervige Parameter zu servieren. Wozu brauchen Suchmaschinen Session-IDs, Navigationspfade oder Partner-IDs?

Und richtig nett macht das zur Zeit der eCommerce-Gigant Amazon. Während der für Amazon die Werbetrommel rührende Partnerprogramm-Teilnehmer URLs wie

http://www.amazon.de/gp/product/B0009JL03S?ie=UTF8
&tag=partnerID-21&linkCode=as2&camp=1638&
creative=6742&creativeASIN=B0009JL03S

in seine Seiten einbaut, serviert Amazon.de dem GoogleBot viel schönere URLs vom Format

http://www.amazon.de/Konsole-inkl-Festplatte-Wireless-Controller/dp/B0009JL03S

Im Gegensatz zu den meisten Affiliate-Netzwerken leitet Amazon hier aber sehr sauber per 301 auf die später rankende Produktseite um. Sprich jeder hart gecodete Affiliate-Link zum Amazon-PP zählt als klare Stimme und damit Empfehlung für die Amazon-Seite.

Tja, ist es nun good cloaking oder evil cloaking? Auf jeden Fall ist es vergleichsweise schlaues Cloaking. Die meisten Merchants in Deutschland würden sicherlich noch einiges auf den CPC/CPO drauflegen, wenn die Netzwerke besser umleiten würden. Wie kann man leichter Linkbuilding betreiben als auf dem Buckel seiner Affiliates? AAL par excellence. Andererseits verschwimmt die Grenze zum Linkkauf natürlich zusehens. Bietet mir Amazon die Provision für die Sales oder für das Linkbuilding? Kaufen Sie die Links für Traffic oder fürs Ranking? A very grey area…

Matt Klops über “undetectable SPAM”

Donnerstag, 25. Januar 2007

Mal ein Beispiel wie man sich IMHO zum totalen Klops macht: Matt Cutts – Undetectable SPAM

In Zeiten in denen JavaScript-Redirects, IP-Cloaking und CSS-Tactics noch bestens funktionieren, so zu tun als wenn man den Spammern Lichtjahre vorraus wäre finde ich wirklich illusionistisch und lächerlich.

Solange regelmäßig noch renomierte Unternehmen beim Verstoß gegen die Guidelines enttarnt werden, und solange Netb**ster noch Kunden gewinnt und derart berät bzw. beraten kann ist es doch einfach unglaubwürdig sich als Leiter des Search Quality Teams bei Google zu so einem Statement hinreissen zu lassen, oder?
Also ich bezweifle nicht, dass Matt Cutts eine brilliante Persönlichkeit ist und ich lese sein Blog schon recht gern. Aber eben dieser Post oder auch seine Reaktion auf den Plagiats-Vorwurf von Jeremy Zawodny lassen schon ein bisschen des Sauber-Nerd-Image bröckeln.

Was ich meine ist: Glaubt Matt das selbst, oder will er nur seine Leser verarschen?

P.S.: Netb**ster Humankapital (mal auf die letzten 2 Arbeitgeber achten ;) )