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ResistantX – Google-Spuren des Amok-Läufers Sebastian B.

Dienstag, 21. November 2006

Am Montag schoss Amokläufer Sebastian B. in seiner Schule (eine Realschule in Emsdetten) auf 5 Schüler und verletze insgesamt 27 Menschen. Vor dem Hintergrund, dass sich der Schüler unter dem Pseudonym ResistantX gern gewaltverherrlichend und in Posen aus Ballerspielen im Internet zeigte wird die Diskussion um das Verbot von Ego-Shooter-Speilen wie CounterStrike wieder heißer.

Bei Google lassen sich ein paar der Spuren noch ganz gut zurückverfolgen. So suchte der Amokläufer hier nach Anleitungen zum Bau von Bomben mit denen er noch mehr Schaden anrichten wollten. Oder diskutierte hier über das Ballerspiel Quake. Hier findet man noch die stolze Auflistung seiner Ausrüstung für Real-Life-Ballerspiele im Wald. “Marker” bezeichnet dabei verherrlichend eine mit Farbpatronen (Paintballs) geladene Waffe.

Inzwischen gesperrt ist seine private Homepage www.stay-different.de, auf der er schon zuvor Heinweise auf den Amoklauf veröffentlichte. Auf die Seite gehts nur noch mit Login der Landespolizei NRW. Vergessen hat man mal wieder, die Löschung des Google-Cache zu beantragen. Es gibt aber keinen Grund hier daraus zu zitieren. Auch sein YouTube-Profil ist unverständlicher Weise noch offen. Sofort ins Auge sticht ein Video mit dem Titel “Columbine”. *kopfschüttel* Auch MyVideo hostet noch das Profil des inzwischen toten Ex-Schüler. In einem Forum für psychosoziale Beratung findet sich ein Hinweis aus dem Jahre 2004 in dem erstmals das Wort Amoklauf fällt.

Sebastian B. wird von seinen Mitschülern als Eigenbrödler, Waffennarr und Fan von Computerspielen beschrieben. Der 18-jährige tötete nach dem Amoklauf in Emsdetten sich selbst und verletzte insgesamt 27 Menschen nachdem er im Internet zahlreich auffällig geworden ist.