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e.on, Auschwitz und die Gefahr der Relevance Ads

Freitag, 27. Januar 2006

Kürzlich erschien in der Landeszeitung Lüneburg folgende Anzeige, des Energiekonzerns e.on:


Vergleicht man nun die Schlagzeile der Anzeige mit der des Artikels, wird einem kurz übel ob der makaberen Verfehlung und man fragt sich, wie so etwas passieren kann. Ob man darüber lachen kann oder nicht ist vermutlich eine Frage der Pietät und vor allem der persönlichen Betroffenheit.

Menschen machen Fehler. SOLCHE Fehler sollten besser nicht passieren.

Was ich an dem Thema aber viel interessanter finde: Wer sorgt dafür, dass so etwas nicht sogar ganz automatisch bei der Verwendung von content-sensitven Werbeinblendungen, wie Google AdSense oder ebay Relevance Ads passiert? Kann es passieren, dass ich auf einer Seite über KZ-Mahnmäler (nur scheinbar) passende Nazi-Reliquien aus dem eBay-Angebot sehe? Werden auf einer Nachrichtenseite über Razzien bei Menschenhändler- oder Kinderporno-Ringen Anzeigen von Partnerbörsen und Videokameras bei eBay eingeblendet? Wird mir auf einer Seite, die über einen Selbstmord mittels Medikamenten berichtet das passende Präparat von einer Online-Apotheke angeboten? Ich wage es nicht zu testen.