Artikel-Schlagworte: „Matt-Cutts“

Die Paid Links Debatte

Montag, 3. September 2007

Google Spam-Hunter und Webmaster Erschrecker Matt Cutts hat auf der SES San Jose erneut die Debatte um Paid Links (=gekaufte Links) angeheizt.

Unter anderem kann man in seinem Blog auch die Präsentation über Paid Links downloaden.

Dem Vortrag zu Folge entsprechen gekaufte Links nur dann den Google Webmaster Guidelines, WENN SIE:

  • per JavaScript umgesetzt sind
  • die outgoing links über eine robots.txt geschützte Section laufen
  • das Attribut rel=”nofollow” für den Link oder die gesamte Page gesetzt wurde
  • der Link über eine 302-Weiterleitung erfolgt

OK. Verstanden soweit. Für mich tut sich bei der ambivalenten Auslegung diese Mini-Guidelines aber eine durchaus wichtige Frage auf: Was genau sind Paid Links? Nur Links, die auf monatlicher Basis bezahlt werden? Was ist mit Links die in Verbindung mit Performance Marketing insb. Affiliate-Marketing gesetzt werden.

Ganz konkret: Woher weiß ich, ob das Amazon-Partnerprogramm meine Deeplinks kauft, oder nur vergessen hat die Links google-konform mit einem 302-redirect zu versehen?

Die Frage ist doch nicht “Are paid links evil?” sondern “What is a paid link… and what’s NOT?”. Ich finde da besteht noch erheblich Klärungsbedarf. Kann Google denn sagen, ob ich der ZEIT Geld für einen Link bezahle, oder ob ich (zumindest in der Außendarstellung) ein Revenue-Share-Programm, wie Amazon aufgesetzt habe? Oder habe ich etwa nicht die gleichen Rechte wie Amazon?
Ich bin mir sicher, dass wir das in Zukunft noch erfahren werden.

MattCutts.com gehackt – April-Scherz?

Sonntag, 1. April 2007

Wow… wenn es ein April-Scherz ist, dann ist es ein sehr guter. Das Blog von Google Spam-Hunter Matt Cutts wurde angeblich vom französischen Dark SEO Team (bekannt für das 302-Hijacken seines Blogs und die Spiegelung verschiedener PR9-PR10-Seiten) gekapert.

Selbstverständlich ist das Datum des Hacks nicht zufällig gewählt und es handelt sich ganz sicher um einen April-Scherz. Fraglich bleibt nur, wer hier wen veräppelt.

Auf jeden Fall sind ALLE indizierten Seiten des Blogs im Moment per 302 auf die Startseite weitergeleitet. Würde man das seinem eigenen Blog auch nur einen Tag antun? :-/

3 Gründe warum Jeremy Zawodny cooler ist als Matt Cutts

Mittwoch, 31. Januar 2007

Kurz zur Vorgeschichte:

30. Januar 10 a.m.: Jeremy Zawodny (arbeitet bei Yahoo! spricht aber nicht im Namen von Yahoo!) nennt Andy Beal (MarketingPilgrim) einen Spammer, weil dieser mit seinem Zune-Contest versucht möglichst viele Reader in seine MyBlogLog-Community zu bekommen. Jeremy Zawodny hat in sofern das Recht sich einzuschalten, als er für Yahoo! arbeitet, die kürzlich MyBlogLog akquiriert haben.

Was genau hat Jeremy Zawodny nun aber Matt Cutts von Google vorraus?

Etwas meiner Meinung nach sehr wichtiges:

  1. Er hat seinen Fehler eingesehen. (Zum Fehler gleich mehr…)
  2. Er hat ihn öffentlich eingestanden und nicht etwa die Spuren verwischt, sondern Fehltritt und Richtigstellung veröffentlicht.
  3. Er hat sich persönlich bei den Betroffenen entschuldigt.

Tatsächlich war Andy Beals’ Aktion zwar ganz leicht spammy, aber vielmehr war es eben “Thinking out of the Box” und kreatives Marketing. Jeder, der dadurch auf sein Blog aufmerksam geworden ist, wird sich nicht ärgern es abonniert zu haben. Vor allem war die Aktion aber prima Promotion für den MyBlogLog-Service und hat so sicher eine 3-stellige Anzahl neue User (die wiederum Multiplikatoren werden) gebracht.

Ich halte die Fähigkeit Fehler einzugestehen und Streits nicht eskalieren zu lassen für eine der wichtigsten überhaupt. In einer Welt wo alle Übeltaten online archiviert werden und Fehltritte von Suchmaschinen leicht vor dem eigenen Webauftritt gelistet werden können ist es unheimlich wichtig seine Integrität zu schützen und eine halbwegs weiße Weste zu bewahren. Das ist nicht der einzige aber ein guter Grund für ethisches Verhalten. Andy Beals scheint das ähnlich zu sehen.
Die Reue und Reflektiertheit, die Jeremy auszeichnet, lässt Matt Cutts leider vermissen. Auf die Plagiatsvorwürfe von (zufällig auch) Jeremy reagiert Matt Cutts wie ein Kind, dem man das Spielzeug weggenommen hat. Auch sonst finde ich Matts Äußerungen in letzter Zeit zumindestens fragwürdig.

Daher Hut ab vor Jeremy. 3:0 für Mut zum Fehler.

Matt Klops über “undetectable SPAM”

Donnerstag, 25. Januar 2007

Mal ein Beispiel wie man sich IMHO zum totalen Klops macht: Matt Cutts – Undetectable SPAM

In Zeiten in denen JavaScript-Redirects, IP-Cloaking und CSS-Tactics noch bestens funktionieren, so zu tun als wenn man den Spammern Lichtjahre vorraus wäre finde ich wirklich illusionistisch und lächerlich.

Solange regelmäßig noch renomierte Unternehmen beim Verstoß gegen die Guidelines enttarnt werden, und solange Netb**ster noch Kunden gewinnt und derart berät bzw. beraten kann ist es doch einfach unglaubwürdig sich als Leiter des Search Quality Teams bei Google zu so einem Statement hinreissen zu lassen, oder?
Also ich bezweifle nicht, dass Matt Cutts eine brilliante Persönlichkeit ist und ich lese sein Blog schon recht gern. Aber eben dieser Post oder auch seine Reaktion auf den Plagiats-Vorwurf von Jeremy Zawodny lassen schon ein bisschen des Sauber-Nerd-Image bröckeln.

Was ich meine ist: Glaubt Matt das selbst, oder will er nur seine Leser verarschen?

P.S.: Netb**ster Humankapital (mal auf die letzten 2 Arbeitgeber achten ;) )

Und sie funktioniert doch: Backlink-Abfrage mit Google (Blogsearch)

Freitag, 5. Januar 2007

Rand Fishkin von SEOmoz.org hat herausgefunden, dass die Google-Backlink-Abfrage (link:domain.tld) anscheinend fehlerfrei funktionieren KANN. Allerdings nur in der Google Blogsearch. Während die link:Abfrage in der normalen Suche ja (absichtlich) verfälschte unbrauchbare Ergebnisse liefert, listet die link:domain.tld in der Google Blogsuche zumindestens jene Links von Blogs zur angefragten Domain ziemlich genau. Matt Cutts bemerkt in den Kommentaren dazu:

I think blogsearch might be counting just blog links? And just to that one page, not to the whole site. Technorati might be counting all links to the site, self-links, etc.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es 2007 wieder eine weniger verfälschte Link-Abfrage in der normalen Google-Suche in der Webmaster Central geben wird.