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Ongate GmbH schickt mir unaufgefordert e-Mail

Montag, 11. Juni 2007

Nanu? Heute erreicht mich absolut unaufgefordert Post von einer Suchmaschinen”optimierungs”-Firma aus Frankfurt. Zumindest habe ICH nicht darum gebeten. Im Angebot: “Suchmaschinenoptimierung DeLuxe Profi Paket” der Ongate GmbH, bekanntermaßen das non-plus-ultra wenn es um Spitzenplätze im Finanz-, Telco- und Gambling-Sektor geht. Das Beste aber: Die professionelle Optimierung kostet lediglich €4000 einmalig + €500 mtl.. Ich schätze das ist so Pi mal Daumen einmal Bremsscheiben wechseln beim Ferrari + die monatliche Leasingrate, wenn man gut anzahlt… ;)

Unter dem ultra-ansprechenden Betreff: Was bringt Ihnen Ihre Internetseite [feld1]? erreicht mich heute folgende Nachricht:

Was bringt Ihnen Ihre Internetseite www.beispiel.de [geändert]?

Hallo Herr Klöckner,

Sind Sie mit den Kontakten oder Umsätzen zufrieden oder ist Ihre Internet Seite
nur eine bessere Visitenkarte im Internet?

Sorgen Sie dafür, dass Interessenten Sie finden!

Prüfen Sie doch mal ob Ihre Seite bei Google™ überhaupt gelistet ist:

Geben Sie hierzu in das Suchfeld folgenden Befehl ein:

site:www.ihredomain.de
(ersetzen Sie hierfür „ihredomain“ mit Ihrem Domain Namen)

Sollte hier angezeigt werden, dass Ihre Seite noch gar nicht bei Google™ aufgenommen wurde,
besteht akuter Handlungsbedarf.

Buchen Sie den Suchmaschineneintrag 400 oder 1000 bei uns:

Suchmaschineneintrag

Sollte ein Ergebnis angezeigt werden, ist es interessant auf welcher Position Ihre Internetseite
zu den für Sie relevanten Suchbegriffen steht.
Wie Sie das prüfen können erfahren Sie in unserer nächsten E-Mail oder wenn Sie sofort Kontakt
mit uns Aufnehmen:

Kontakt aufnehmen (schreiben Sie „Positionsprüfung“ in das Feld „Ihre Nachricht“)

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


-
Marketing -

Unternehmenszentrale:

Ongate GmbH
Mittelweg 49
60318 Frankfurt

Tel.: +49 – (0) 69 / 50 68 48 20
Fax:
+49 – (0) 69 / 50 68 48 21

Marketingbüro Hagen:

Tel: +49 – (0) 2331 / 47 34 30 1
Fax: +49 – (0) 2331 / 47 34 30 2

www.ongate.eu

Handelsregister Frankfurt am Main, HRB 73201 │ Sitz der Gesellschaft und des Registergerichts : Frankfurt a. M. │ Geschäftsführer: Dr. Niko Bardowicks

Sie erhalten dies Email weil, Sie sich für einen unserer kostenlosen Dienste registriert haben oder durch ein Telefonat
und Angebot mit uns in Kontakt standen. Klicken Sie hier wenn, Sie keine weiteren Emails erhalten wollen: http://ongatemail.de/resp/loeschen.php?code=fe3d900db97841b44e9c8362a004699a

Der kleine Fehler mit dem [feld1] im Betreff (kann ja mal passieren ;) ) wird nur noch getoppt von der Antwort-Adresse replay@ongatemail.de

Der Kenner merkt sofort: Hier sind Profis am Werk! Sofort weiht Ongate mich in die tiefsten Geheimnisse der Suchmaschinenoptimierung ein und verrät mir, wie ich überprüfen kann, ob ich überhaupt gelistet bin. Hierbei geht es um den Insider-Trick mit der sogenannten “Site:Abfrage”.

Wie ich prüfen kann, ob ich unter relevanten Keywords auch tatsächlich gelistet bin, erfahre ich leider erst in der nächsten eMail, die ich genauso wenig haben will wie die erste. Daher werde ich wohl eher nicht hinter das Geheimnis der “Positionsprüfung” kommen… und Ongate lässt mich hoffentlich vorerst weiter im Dunkeln über mein Abschneiden in den Suchmaschinen.

Meine Antwort auf diesem Wege (ich verschicke das nicht per eMail):

Liebe Ongate GmbH, Herr Dr. Niko Bardowicks,

leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich Ihre Leistungen in Bezug auf meine Domain [feld1] nicht annehmen kann. Da ich später auch gern mal einen Ferrari fahren möchte, muss ich jede Mark sparen. Bitte sehen sie auch davon ab, mich auf andere Projekte wie [feld2] oder [feld3] anzusprechen.

Beste Grüße,

[Vorname Nachname]

RankingCheck kauft icio.de

Montag, 5. Februar 2007

Die Kölner SEM-Agentur RankingCheck übernimmt den Social-Bookmarking-Dienst icio.de. Damit sichern sich die Kölner den zweitbekanntesten deutschen Bookmark-Dienst nach dem erfolgreichen Angebot Mister-Wong der Bremer Agentur construktiv GmbH.

An erster Stelle steht neben der Bekanntmachung des Portals sicherlich die Befreiung und der nachhaltige Schutz vor User- oder autosubmitted SPAM unter dem alle Social Bookmarking Dienste leiden.

Grund für die Übernahme war unter anderem, dass der bisherige Betreiber keine Zeit mehr in die Entwicklung und Pflege von icio.de stecken konnte.

via Misses Linkfire

3 Gründe warum Jeremy Zawodny cooler ist als Matt Cutts

Mittwoch, 31. Januar 2007

Kurz zur Vorgeschichte:

30. Januar 10 a.m.: Jeremy Zawodny (arbeitet bei Yahoo! spricht aber nicht im Namen von Yahoo!) nennt Andy Beal (MarketingPilgrim) einen Spammer, weil dieser mit seinem Zune-Contest versucht möglichst viele Reader in seine MyBlogLog-Community zu bekommen. Jeremy Zawodny hat in sofern das Recht sich einzuschalten, als er für Yahoo! arbeitet, die kürzlich MyBlogLog akquiriert haben.

Was genau hat Jeremy Zawodny nun aber Matt Cutts von Google vorraus?

Etwas meiner Meinung nach sehr wichtiges:

  1. Er hat seinen Fehler eingesehen. (Zum Fehler gleich mehr…)
  2. Er hat ihn öffentlich eingestanden und nicht etwa die Spuren verwischt, sondern Fehltritt und Richtigstellung veröffentlicht.
  3. Er hat sich persönlich bei den Betroffenen entschuldigt.

Tatsächlich war Andy Beals’ Aktion zwar ganz leicht spammy, aber vielmehr war es eben “Thinking out of the Box” und kreatives Marketing. Jeder, der dadurch auf sein Blog aufmerksam geworden ist, wird sich nicht ärgern es abonniert zu haben. Vor allem war die Aktion aber prima Promotion für den MyBlogLog-Service und hat so sicher eine 3-stellige Anzahl neue User (die wiederum Multiplikatoren werden) gebracht.

Ich halte die Fähigkeit Fehler einzugestehen und Streits nicht eskalieren zu lassen für eine der wichtigsten überhaupt. In einer Welt wo alle Übeltaten online archiviert werden und Fehltritte von Suchmaschinen leicht vor dem eigenen Webauftritt gelistet werden können ist es unheimlich wichtig seine Integrität zu schützen und eine halbwegs weiße Weste zu bewahren. Das ist nicht der einzige aber ein guter Grund für ethisches Verhalten. Andy Beals scheint das ähnlich zu sehen.
Die Reue und Reflektiertheit, die Jeremy auszeichnet, lässt Matt Cutts leider vermissen. Auf die Plagiatsvorwürfe von (zufällig auch) Jeremy reagiert Matt Cutts wie ein Kind, dem man das Spielzeug weggenommen hat. Auch sonst finde ich Matts Äußerungen in letzter Zeit zumindestens fragwürdig.

Daher Hut ab vor Jeremy. 3:0 für Mut zum Fehler.

Matt Klops über “undetectable SPAM”

Donnerstag, 25. Januar 2007

Mal ein Beispiel wie man sich IMHO zum totalen Klops macht: Matt Cutts – Undetectable SPAM

In Zeiten in denen JavaScript-Redirects, IP-Cloaking und CSS-Tactics noch bestens funktionieren, so zu tun als wenn man den Spammern Lichtjahre vorraus wäre finde ich wirklich illusionistisch und lächerlich.

Solange regelmäßig noch renomierte Unternehmen beim Verstoß gegen die Guidelines enttarnt werden, und solange Netb**ster noch Kunden gewinnt und derart berät bzw. beraten kann ist es doch einfach unglaubwürdig sich als Leiter des Search Quality Teams bei Google zu so einem Statement hinreissen zu lassen, oder?
Also ich bezweifle nicht, dass Matt Cutts eine brilliante Persönlichkeit ist und ich lese sein Blog schon recht gern. Aber eben dieser Post oder auch seine Reaktion auf den Plagiats-Vorwurf von Jeremy Zawodny lassen schon ein bisschen des Sauber-Nerd-Image bröckeln.

Was ich meine ist: Glaubt Matt das selbst, oder will er nur seine Leser verarschen?

P.S.: Netb**ster Humankapital (mal auf die letzten 2 Arbeitgeber achten ;) )

Wikipedia.org gibt das Prinzip kollektive Intelligenz auf

Montag, 22. Januar 2007

spam.jpgAnders kann man meiner Meinung nach die Neu-Einführung des nofollow-Attributes in der englischen Ausgabe der Wikipedia nicht deuten.

Die Einführung des NoFollow für externe Quellen ist meiner Meinung nach die Aufgabe des Glaubens an die Verlässlichkeit des Wirkens der Schar von Editoren und eine Bankrotterklärung des gesamten Wikipedia-Prinzips. Wenn die Wikimedia ihren Editoren nicht zutraut wertvolle von wertlosen oder schädigenden Links zu trennen, dann sollte der Leser den Inhalten noch kritischer gegenüber stehen als je zuvor.

Unglaublich welche Authorität der Wikipedia selbst von Bildungseinrichtungen (und Suchmaschinen) zugedacht wird. Überall findet man die Wikipedia als “zuverlässige Quelle”. Allein zur Kontrolle der ausgehenden Links soll dieses kollektive Monstrum nicht in der Lage sein? – ein ARMUTSZEUGNIS!

Bereits am 30.08.2006 erschien bei perlentaucher ein ganz guter Artikel über die Wikipedia / Nofollow. Der Artikel (an dem ich geringfügig mitwirken durfte) fasst das Thema Wikipedia und Links ganz gut und für Normalsterbliche verständlich zusammen.

Ich kann nicht wirklich verstehen, dass einige glauben, dass die Einführung des rel=”nofollow” irgendetwas an der Qualität der Wikipedia ändern wird. Erstens lohnt sich bei der Wikipedia das “Spamming for Traffic” stets und zweitens gibt es genügend Clones ohne nofollow.

Gerade bei Blogs hat sich gezeigt, dass nicht das Linkkondom vor Spam schützt, sondern Akismet oder Bad Behaviour. NoFollow zu verwenden schützt einen lediglich vor echten Kommentatoren, nicht vor Spammern. Hier nochmal zu der Link zu der langen Liste von Erfolgsgeschichten des NoFollow-Attributes.

UPDATE: Heute nimmt sich auch Golem des Themas wikipedia und nofollow an.